Dreitagefieber



Dreitagefieber

„Ihr Kind hat Dreitagefieber.“

Diese Diagnose ihres Kinderarztes beschert so mancher jungen Mutter eine Schrecksekunde.
Dreitagefieber? Das hat sie doch schon einmal gehört! Ist das nicht was Schlimmes?!

Zum Glück besteht meistens kein Grund zur Beunruhigung.
Die Ursache dieser Kinderkrankheit ist der Humane Herpesvirus 6 (HHV-6) oder 7 (HHV-7) – den meisten Leuten einfach unter dem Namen Herpes bekannt. Er verbleibt lebenslang im Körper – und wird durch Speichel von gesunden Erwachsenen auf Kinder im Babyalter (bis maximal zum zweiten Lebensjahr) übertragen.

Das Hauptsymptom ist hohes Fieber, das zwischen zwei und acht Tagen anhält. Abgesehen davon geht es den Kindern meist recht gut. Es empfiehlt sich, dafür zu sorgen, dass die Kleinen viel trinken, um ein Austrocknen zu vermeiden. Ansonsten genügt es meistens, das Fieber zu senken – am Besten durch kalte Wadenwickel und Fieberzäpfchen.

Manchmal können Begleiterscheinungen wie Magen-Darm-Beschwerden, Husten, geschwollene Lymphknoten im Hals, vorgewölbte Fontanelle oder Fieberkrämpfe auftreten. In diesen Fällen ist ein Arztbesuch angeraten – schon alleine, um andere Erkrankungen auszuschließen.

Gegen Ende der Krankheit sinkt das Fieber und die Kinder bekommen einen Hautausschlag – er ist das untrügliche Zeichen, dass es sich tatsächlich um Dreitagefieber handelte. Zumeist zeigen sich erste, rote Flecken auf der Brust - die sich dann über Bauch, Rücken und Nacken ausweiten. Gelegentlich erstrecken sie sich bis ins Gesicht hinein. Nach ein paar Tagen verschwinden sie wieder ohne den Kleinen große Beschwerden bereitet zu haben.

Leider gibt es gegen diesen Virus, wie bei den meisten Viren, keine Medikamente. Die Behandlung beschränkt sich darauf, das Fieber in Schach zu halten und eventuelle Begleiterscheinungen zu lindern. Da das Dreitagefieber jedoch bei den meisten Kindern, die ansonsten gesund sind, ohne Komplikationen verläuft, besteht für Eltern kein Grund zur Sorge.

Die gute Nachricht ist: Hat ein Kind diesen Virus einmal überstanden, ist es ein Leben lang dagegen immun.






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