Vorurteile

Vorurteile


An Neurodermitis Erkrankte leiden besonders häufig unter Vorurteilen. Die Präventionskampagne Haut der gesetzlichen Kranken- und Unfallversicherung hat sich unter anderem das Ziel gesetzt, Vorurteile und Unwissenheit zu Hauterkrankungen wie Neurodermitis aus dem Weg zu räumen. Deshalb widerlegte Dr. Bernhard Egger, Hautarzt beim AOK-Bundesverband und Experte der Präventionskampagne Haut, für die Kampagne drei sehr verbreitete Vorurteile.

    1. Vorurteil: Neurodermitis ist ansteckend.

Besonders junge Betroffene leiden unter diesem Vorurteil. Sie werden wegen ihrer Erkrankung oftmals von Gleichaltrigen ausgeschlossen und gemobbt. Dabei sind die Befürchtungen vor einer Ansteckung vollkommen unbegründet. Wie der Experte erklärte, ist die Erkrankung für Außenstehende gänzlich ungefährlich. Vielmehr sollten Kinder offen über die Erkrankung informiert werden um so eine Voreingenommenheit auszuschließen.

    2. Vorurteil: Neurodermitiker vertragen keinen Stress.

Eltern tendieren häufig dazu ihre an Neurodermitis erkrankten Kinder zu schonen und regelrecht vom gesellschaftlichen Leben zu isolieren. Grund für dieses Verhalten ist die Angst, Stress in der Schule oder Freizeit könnten einen Schub hervorrufen. Allerdings muss Stress nicht immer zu einer Verschärfung der Erkrankung führen. Das Empfinden der Betroffenen ist sehr unterschiedlich. Oft wird zwar beobachtet, wie Stress eine höhere Bereitschaft auslöst an juckenden Hautstellen zu kratzen, jedoch sollte nach Alternativen gesucht werden. So kann z.B. durch Ablenkung mit Hilfe von Spielen oder Musik oftmals ein besseres Verhalten erreicht werden. Besser als den Betroffenen zu schonen.

    3. Vorurteil: Neurodermitiker sind an den Nerven erkrankt.

Ein häufig umgehendes Vorurteil ist die Annahme Neurodermitis Erkrankte seien an den Nerven erkrankt. Zwar lässt der griechische Begriff "neuro" den Eindruck erwecken, dass die Erkrankung einer Nervenstörung zugrunde liegt, aber das ist nicht richtig. "Heute weiß man, dass Neurodermitis eindeutig nichts mit den Nerven zu tun hat", sagt Dr. Bernhard Egger. Aus diesem Grund wird inzwischen immer häufiger der Begriff "Atopisches Ekzem" verwendet. Diese Bezeichnung deutet auf das Unfähigkeit, Lokalisation und Ursache nicht bestimmen zu können.

Die Präventionskampagne Haut ist eine gemeinsame Aktion von gesetzlicher Kranken- und Unfallversicherung. Das Ziel der Kampagne lautet: "Gesunde Haut, weniger Hauterkrankungen!"

Weitere Informationen finden Sie auf http://www.2m2-haut.de

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